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Extreme Welten

Okay, das Konzert, von dem ich hier berichte, liegt schon eine Weile zurück. Aber nicht zu lange, um sich zurückzuversetzen…

Es ist der 22. Mai 2014. „Aufgrund unserer hohen Reisegeschwindigkeit, erreichen wir Berlin heute fünf Minuten früher als geplant!“ schallt gegen Mittag die Stimme des Schaffners durch den Zug-Lautsprecher. Durch dieses außergewöhnliche Ereignis offensichtlich gut gelaunt, fügt er hinzu: „Wir haben aktuell eine Außentemperatur von 31°C, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen heißen Donnerstag!“ Jetzt, am frühen Abend, ist es immer noch warm genug, um mit einem Bier auf der Sommerterrasse des Bierhof’s Rüdersdorf zu sitzen und auf Frost zu warten. Natürlich glaubt hier niemand an einen extremen Temperatursturz. Gemeint ist Ben Frost – der australische, in Island lebende Musiker, Klangkünstler und Produzent. Der ist auf Release-Tour: vier Tage später wird sein neues Album A U R O R A erscheinen. Heute präsentiert er es live im Berghain. Ich bin, gelinde gesagt, etwas aufgeregt.

Ben Frost ist speziell. Seine Musik fernab davon, jedermanns Sache zu sein. Experimental, Ambient, Minimal, Punk, Industrial, Black Metal, Drone, manchmal Klassik… die Liste der Einflüsse, die man seiner Musik zuschreibt, ist lang. „Oh Gott, Mirjam,“ meinte neulich ein Bekannter, als ich ihm einen Track vorspielte. „Das ist ja psycho!“ Gut, Freunde leicht verdaulicher, konventionell tanzbarer Elektro-Kost werden heute Abend sicherlich nicht bedient.

Kurz nach acht öffnen die Türen des Berghain. Zusammen mit einer Handvoll Leute betrete ich das Gebäude, nehme die Treppe nach oben. Ben Frost ist noch am winzigen Merch-Tisch zu Gange, auf dem einige der letzten Alben zu finden sind. Und A U R O R A? Das fertige Album habe er selbst noch nicht gesehen, entgegnet er auf meine Frage. Signiert mir entspannt eine der anderen CDs und verschwindet wieder. Nach und nach füllt sich der Raum, untermalt von psychedelischen Melodien und düsterem Wummern von Opium Hum. Ich hole mir etwas zu trinken, platziere mich mittig vor der Bühne und beschließe, mich hier auch so schnell nicht mehr fortzubewegen.

Später. Eine junge Frau mit einer Gitarre nimmt zwischen Drumsets und Elektronik auf der Bühne Platz. Schmal, fast unscheinbar wirkt sie in ihrem schlichten, schwarzen Kleid. Die halblangen Haare fallen ihr ständig in die Augen. Dann beginnt zu singen – und mir stockt der Atem. Was für eine Stimme! Unglaublich reif, kraftvoll, dunkel und kantig. Gehört die Stimme tatsächlich zu dieser Frau? Support-Act Haley Fohr aka Circuit des Yeux singt nicht bloß, sie schreit ihre Seele heraus. Wütend, gequält. Beinahe zum Fürchten.
Unterstüzung erhält sie von Shahzad Izmaily, der einige ihrer Songs an den Drums begleitet. Dann, nach einer Pause, betritt er erneut die Bühne, gemeinsam mit Greg Fox und Ben Frost. Ich habe einen guten Platz: Fox links vor mir am Schlagzeug, Izmaily rechts, Frost in der Mitte. Die ersten Töne erklingen – und katapultieren mich aus dem Hier und Jetzt. Lassen mich für die nächste Stunde in eine andere Welt eintauchen. Eine Welt aus schrillen, metallischen Klängen. Aus Surren, Flirren, Rauschen, dumpfem Pulsieren. Anschwellenden, treibenden Melodien. Perfektem Schlagzeugsound. Eine Welt aus Lichtern, Nebel und Schweiß. Das Berghain bildet die ideale Kulisse. Da Fotos hier bekanntlich strikt untersagt sind, versuche ich mir die Bilder ins Hirn einzubrennen: Die Lichtreflexe auf Frost’s markanten Zügen. Die Strähne, die ihm in die Stirn fällt. Die verschwitzten Schultern. Die nackten Füße. Das rhythmische Aufblitzen der Lampen. Dann wieder schließe ich einfach die Augen und lasse mich mit der Musik treiben. A U R O R A birgt eine ungeheure Spannung, die anwächst und abflaut, sich dabei jedoch nie vollständig auflöst. In der Intensität des Albums spiegeln sich auch die Einflüsse seines Entstehungsorts, der Demokratischen Republik Kongo, wo Frost einen Großteil der Musik am Laptop kreierte. Eine unruhige, extreme Welt. Fast erleichternd, wenn man während dem Konzert vertraute Klänge ausmachen kann. Die bereits vorab im Netz verfügbaren Tracks, Nolan und Venter, hatte ich mir angehört, bis mir die Ohren bluteten.

Heute verspüre ich mehr als einmal das Bedürfnis, mich vor den großartigen Musikern auf der Bühne zu verneigen. Umso erstaunter bin ich, dass sie sich nach dem Konzert so ganz und gar nicht distanziert geben, sondern sich ganz selbstverständlich unter das Publikum mischen und den Rest des Abends mit Fans und Freunden an der Bar unterhalten. Ich verlasse irgendwann das Berghain – bereichert um eines meiner bislang beeindruckendsten Konzerterlebnisse.

 

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Von Löwen und Liebe

Ich habe Bedenken. Befürchte, es könnte für meinen Geschmack zu ruhig, zu eintönig werden – wo ich mir doch meistens nur zwei, drei seiner Lieder nacheinander anhöre. Aber soll ich mir das Konzert von William Fitzsimmons im Jazzhaus in Freiburg deswegen entgehen lassen? Auf keinen Fall. Soviel vorweg: es wird schön. Und überhaupt nicht langweilig.

Denison Witmer eröffnet den Abender und Fitzsimmons hatten sich 2009 beim Haldern-Pop-Festival kennengelernt und sind seither befreundet. Zurückhaltend trägt er seine ruhigen Lieder vor. Ist ein wenig irritert durch die mangelnde Resonanz des Publikums. There’s kind of a strange distance between you and me, bemerkt er. Als er mit falschem Bart und Mütze verkleidet Fitzsimmons nachahmt, hat er die Lacher auf seiner Seite. Doch ganz klar, hier warten alle auf das Original. Fitzsimmons wird von Anfang an gefeiert – mit begeisteren Zurufen und lange anhaltendem Applaus nach jedem seiner Lieder. Er bedankt sich. Meint, das würde ihm wirklich etwas bedeuten, da käme gute Energie bei rüber. Um dann ganz trocken Whatever the fuck that means! hinterher zu setzten. Die manchmal fast derb-ironischen Kommentare des ehemaligen Psychologen bilden einen sympathischen Kontrast zu seiner zarten, zerbrechlichen Musik. Seine Lieder sind sanft und liebevoll, wehmütig und traurig. Immer persönlich. Widmen sich unter anderem seiner Adoptiv-Tochter (Josie’s Song), verarbeiten die Geschichte ihrer leiblichen Mutter (Fortune), handeln von Liebe oder gescheiterten Ehen (I don’t feel it anymore). Dieses Lied habe ich für meine Ex-Frau geschrieben, erzählt er und fügt grinsend hinzu:Und sie mag es! Es ist ganz oben auf ihrer Spotify-Playliste.

Der Mann mit dem eindrucksvollen Bart hat jede Menge neuer Lieder im Gepäck, schließlich steht die Tour im Zeichen seines sechsten Albums Lions (VÖ 14.02.). Was das auf Deutsch heiße, will er wissen. Löwen! schallt es aus dem Publikum zurück. Lowen… wiederholt er und schimpft lachend: Ah… fuck the Umlaut! Es ist auch diese Nähe zu den Zuhörern, die den Abend ausmacht. Dabei wirkt Fitzsimmons überaus authentisch. Musikalisch unterstützt ihn seine Band, die unter anderem mit Drums, Percussion, Piano und weiterer Gitarre für Abwechslung und, wo das gewollt ist, auch mehr Power sorgt. Das gefällt mir. Sie spielen lange, geben viele Zugaben, erst gemeinsam, dann Fitzsimmons solo. Und als man schon glaubt, das war es jetzt, kommt er ein drittes Mal alleine auf die Bühne, um noch einmal für uns zu singen.

Möglicherweise höre ich mir auch weiterhin nur ein paar seiner Lieder nacheinander an, aber eins davon wird dann sicher Centralia sein – mein Favorit vom neuen Album:

The Magnetic North, Berlin

Pfingstsonntag, Berlin. The Magnetic North treten im Großen Haus der Volksbühne auf. Sie haben ein ganz besonderes Konzert angekündigt, so, wie sie es sich erträumt hätten, zusammen mit einem Ensemble aus Streichern und Bläsern und dem Berliner Chor Cantus Domus. Eröffnet wird der Abend von Sarah Neufeld, bekannt durch Arcade Fire. Heute betritt sie die Bühne alleine mit ihrer Geige, der sie kurz darauf Melodien entlockt, die tief beeindrucken. Wortlos zu erzählen scheinen, imaginäre Landschaften entstehen lassen. Dabei ist sie, die Frau auf der Bühne, ganz präsent. Lebt mit ihrer Musik mit, untermalt sie an einigen Stellen mit gesungenen Lauten oder dem kraftvollen Aufstampfen mit dem Absatz ihrer Stiefel. Und dann lacht sie und berichtet, wie seltsam es ihr vorkomme, dass wir, das Publikum, sie aufgrund der Beleuchtung sehen können, sie aber nicht uns.

Dann, nach einer kurzen Pause, The Magnetic North. Das sind Erland Cooper, Hannah Peel und Simon Tong, deren Album Symphony of the Magnetic North ich mir seit seiner Veröffentlichung unzählige Male angehört habe. Und trotzdem fällt mir die Antwort auf die Frage, was das denn für Musik sei, immer ein wenig schwer. Denn dieses Album ist auf eine wunderbare Art anders- und einzigartig. Verbunden mit der traurig-tragischen Geschichte der Selbstmörderin Betty Corrigall und der einsamen Weite einer Inselgruppe im Norden Schottlands – den Orkneys, auf denen wir zu unterschiedlichen Orten geführt werden. Stromness, Rackwick, Orphir, der Bay of Skaill… Hören die Brandung des Meeres an die Küste schlagen. Sehen ein Ruderboot, das auf den Wellen auf und ab reitet. Denken an das Sommerlicht, das so besonders ist im Norden. Überlegen vielleicht, wie es sein mag, wenn auf den Inseln der Winter naht. Und wollen irgendwie glauben, dass sie schließlich in der Musik zur Ruhe kommt, die Seele der Frau, die sich aus Scham über das uneheliche Kind, das sie von einem Seemann erwartete, das Leben nahm. Da passt es, dass sich in dem Film, der während des Konzerts im Hintergrund abgespielt wird, alte Szenen aus Orkney mit neuen mischen. Die Musiker zu sehen sind, wie sie die Inseln besuchen und dem Grab von Betty Corrigall Ehre erweisen – auf orkadische Art, mit einer Flasche guten Whiskys.

Chor, Streicher und Bläser aus Berlin ergänzen The Magnetic North heute Abend ganz hervorragend – dabei haben sie am Vortag zum ersten Mal alle gemeinsam geprobt. Unterstützung gibt es auch von Schlagzeuger James Field. Dunkle, wuchtige Töne wechseln mit verträumten Melodien und Hannahs zarten Spieluhrklängen. Trotz der vom begeisterten Publikum erfolgreich geforderten Zugaben (bei denen dann auch Hoy Sound dabei ist), vergeht das Konzert wie im Flug. Und hinterlässt den Wunsch, wieder einmal aufzubrechen – in Richtung Norden.

http://symphonyofthemagneticnorth.com/

http://sarahneufeldmusic.com/

Ans Herz gelegt

Zart ist sie, die Musik von Marius Ziska. Sentimental. Anrührend. Zusammen mit den Musikern Heðin Ziska, Brandur Jacobsen und Alan Tausen, bezaubert der Singer-Songwriter mit der Kombination von Gesang und verschiedenen akustischen Instrumenten. Klaren Texten. Oft verträumten, eingängigen, aber keinesfalls langweiligen Melodien. Ihre Heimat, die Färöer-Inseln, liegt im Nordatlantik, zwischen Großbritannien, Island und Norwegen. Und auch ihre Musik scheint britische und nordische Einflüsse zu verbinden, bewegt sich dabei zwischen Folk, Pop und Rock – und lässt so etwas Besonderes entstehen.

Anfang März erscheint übrigens ihr Album Recreation, im Anschluss touren sie quer durch Deutschland. Bloß nicht entgehen lassen!

 

Emanuel and the Fear

Freiburg – wo bist Du? Liegt es daran, dass Sonntagabend ist? Oder dass zeitgleich eine andere, bekannte(re) Indie-Band in der Stadt auftritt? Oder warum lässt du dir diese überaus faszinierende Band, Emanuel and the Fear, und ihren Support, den kauzig-genialen Denis Jones, entgehen? Zugegeben, das Waldsee wirkt an diesem nebligen Herbstabend noch ein wenig weiter abseits im Wald gelegen als sonst. Und nicht viele werden mit den Namen auf Anhieb etwas anfangen können. Nachdem ich Emanuel and the Fear und Denis Jones im August im Heimathafen in Berlin gesehen habe, weiß ich: sie sind sowohl den Weg als auch den Eintritt wert.

Denis Jones macht mit seiner eigenen Mischung aus Folk und Elektronika den Anfang in einem beinahe leeren Saal. Er wirkt zunächst fast ein wenig verloren, scheint dann aber zu beschließen, das Beste daraus zu machen. Meint, er habe keine Ahnung wie viel Zeit er heute habe. Er werde einfach spielen, bis man ihm sage, er solle aufhören. Beeendet aber seinen Auftritt viel zu bald – mit dem Lied Beginning.

Als Emanuel and the Fear die Bühne betreten, ist das Publikum nur um wenige Leute angewachsen. Doch kurz nachdem die sechs Musiker aus Brooklyn, New York, beginnen, vergesse ich fürs Erste, wie wenige Menschen im Saal sind. Ihre Musik ist kraftvoll und voller Emotionen – manchmal rastlos, wütend und laut, manchmal ruhiger, sehnsüchtig, wehmütig, fragend. Cello, Geige und Querflöte ergänzen Schlagzeug, Bass, Synths und Gesang. Es wundert mich nicht, dass die Band ihre Musik nicht in eine Schublade stecken will, sondern auf ihrer Homepage so trocken beschreibt: Emanuel and the Fear have been advised to explain what they sound like. They can’t, however, seem to agree on a genre classification since the only thing all six of them can agree on is that Marvin Gaye’s rendition of the Star Spangled Banner at the 1983 NBA all-star game is a brilliant piece of music. Aber: If you call them a rock band, nobody will be offended. Heute abend spielen sie neben den älteren Songs auch neue, vom gerade veröffentlichten Album The Janus Mirror. Hin und wieder gibt es Erläuterungen – zum Beispiel, wenn es um zu viel Nachdenken geht. Das Auseinanderdriften von Außen und Innen. Die Welt und ihre ständige Veränderung. Ein zweiköpfiges Monster. Es sind Lieder, die hinterfragen. Unruhe hinterlassen. Bevor Emanuel and the Fear das Konzert beenden, bekommen auch wir wenigen noch einige Zugaben und ich freue mich, als sie mir einen Liedwunsch ohne zu Zögern mit einem Ja, machen wir. Spielen wir als nächstes! erfüllen. Insgesamt ein toller Abend und ein wunderbares Konzert. Also, hört sie euch an. Und vor allem, seht sie euch live an, wenn ihr könnt! Im Oktober sind sie übrigens noch auf Europa-Tournee (mit einigen Auftritten in Deutschland)…

http://www.emanuelandthefear.com

Some time in London

London. Obwohl mir Edinburgh zu viel geworden war, fühle ich mich dann schließlich doch bereit für die Großstadt. Und die gefällt mir – ist spannend, abwechslungsreich, lebendig. Trotzdem fällt das Alleinreisen in der Stadt schwerer als in der Natur Schottlands. Das Hostel ist groß, anonym. Voller partylustiger Reisender Anfang zwanzig. Ein wenig wehmütig denke ich an die familiäre Atmosphäre der letzen Unterkunft in den Highlands zurück – und an mein Zelt (in dem ich ganz wunderbar geschlafen habe).

Auch in London mache ich viel zu Fuß. Die Kamera ist mein ständiger Begleiter. Wird mit klassischen Sehenswürdigkeiten und architektonischen Kontrasten gefüttert, mit der Stimmung dieser Stadt und ihren Menschen.

Heute beginne ich den Tag auf dem Borough Market, wo die unterschiedlichsten Lebensmittel angeboten werden – Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, Käse, Tee, Backwaren, Lakritz.

Fahre dann spontan nach Greenwich. Dort beginnen gerade die Paralympics. Mich interessiert vor allem der Stadtteil selbst und als ich mich zuerst in einem kultigen Plattenladen und wenig später auf dem Greenwich Market wiederfinde, wo an diesem Tag eine Art Flohmarkt ist, bin ich guter Dinge. Ich stöbere zwischen alter englischer Literatur, Schmuck und Werkzeug und beschließe, unbedingt etwas Unnötiges, aber Schönes von hier mitzunehmen. Ich kaufe schließlich einen antiquarischen Band von Grimms Hausmärchen von 1954 für wenig Geld – die Verkäuferin ist froh dass sich überhaupt jemand für das deutsche Buch interessiert. Spaziere dann auf Umwegen zum Observatorium im Park. Später, am Abend, besuche ich ein Indie-Konzert im Wilmington Arms. Ein Songwriter vom Typ ‚lost poet‘ singt seine Lieder mit schöner Stimme, aber für meinen Geschmack etwas zu eintönig und leidvoll ins Mikro. Ich verlasse das Pub bald nachdem das Konzert vorbei ist.

Am nächsten Morgen strahlender Sonnenschein. Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zur Tate Gallery of Modern Art, um die Munch-Ausstellung zu sehen. Eine nette russische Philosophiestudentin, die ich am Vorabend im Hostel kennengelernt habe, hat mir davon erzählt. Ich bin begeistert. Nicht nur die Ausstellung, das Museum selbst ist der Hammer. Obwohl es innen sehr dunkel gehalten ist, fühle ich mich anschließend seltsam erleuchtet.

Und an meinem letzten Abend in London? Freu‘ ich mich, dann doch noch – recht spontan – einen Freund wiederzutreffen, mit dem Motorroller durch London zu düsen, über Musik, Fotografie und ‚Gott und die Welt‘ zu quatschen.

Tja und jetzt, jetzt ist es September und es geht zurück nach Hause.

Tag am Meer

St. Andrews. Sonne satt, etwas Wind und alles ist so schön! Nachdem ich in Edinburgh zum ersten Mal in meinem Leben einen echten Stadtkoller bekommen habe – nach den Highlands einfach ein bisschen too much – bin ich heute in die kleine, berühmte Universitätsstadt an der Ostküste gefahren. Fotografiere in den malerischen Straßen. Besuche die imposanten Ruinen der Kathedrale. Lasse mir am Meer den Wind um die Nase wehen, ziehe die Schuhe aus und laufe barfuß durch die heranrollenden Wellen, den ganzen Strand entlang und wieder zurück. Möwen schreien. Kinder toben. Segler, Surfer und Paddler sind auf dem Wasser. Und jeder sieht zufrieden aus.